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Summary: 16 FRÜHJAHR 2011
EINBLICKE: Herr Kittel, Herr Siebel, was war heute Ihre erste Ent-
scheidung?
SIEBEL: Ich stand vor dem Küchenschrank und fragte mich: Brot oder
Müsli? Die Entscheidung fiel aufs Brot.
KITTEL: Abgesehen von der Entscheidung, nicht liegen zu bleiben:
Ich schaute nach meiner Tochter.
EINBLICKE: Lassen sich solche alltäglichen Entscheidungen in den
Kontext Ihrer Wissenschaft einordnen?
KITTEL: Meine Entscheidung war eine individuelle innerhalb eines
sozialen Kontexts normativ begründet einerseits durch die Institution
von Ehe und Familie, geprägt andererseits durch den emotionalen
Zusammenhalt in der Familie.
SIEBEL: Für Philosophen ist bedeutsam, was die Gründe für eine
Entscheidung sind ob es sich um gute Gründe handelt, die die
Entscheidung rechtfertigen und sie somit rational machen. Dass
Entscheidungen auf guten Gründen beruhen sollten, gilt für Alltags-
entscheidungen nicht minder als zum Beispiel für die Entscheidung
für eine wissenschaftliche Theorie.
EINBLICKE: Welche Faktoren tragen dazu bei, dass wir uns für eine be-
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