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Summary: Einf˜ uhrung in die konstruktive Logik
Andreas Abel
Dezember 2005
1 Motivation
Disjunktionseigenschaft. Wenn Aussage A # B gilt, w˜ usste man gerne, ob
nun A oder B wahr ist. Im Allgemeinen kann einem in der klassischen Logik
dieser Wunsch jedoch nicht erf˜ ullt werden. Das Gesetz vom ausgeschlossenen
Dritten (lat. tertium non datur (TND), engl. law of the excluded middle) A#¬A
gilt jedoch f˜ ur beliebige Aussagen A, ohne dass man einen Beweis f˜ ur A oder
sein Gegenteil h˜ atte. Spekulation: Das entspricht philosophisch der Postulation
eines logisch allwissenden Gottes.
Man kann sich jedoch auch auf den Standpunkt des Konstruktivisten stellen:
Wahr ist nur, was bewiesen ist. Dann erfordert die Wahrheit von A # ¬A ent
weder einen Beweis von A oder von ¬A, also kann TND nicht allgemein gelten.
W˜ ahrend die klassische Logik bereits im Altertum formalisiert wurde (Aristo
teles), ist die konstruktive (oder intuitionistische) Logik eine Entwicklung des
20. Jahrhunderts, angestoßen durch die große Grundlagenkrise der Mathematik
um 1900.
2 BrouwerHeytingKolmogorovInterpretation
Stellen wir uns nun auf den intuitionistischen Standpunkt. Was gilt nun als
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