Home

About

Advanced Search

Browse by Discipline

Scientific Societies

E-print Alerts

Add E-prints

E-print Network
FAQHELPSITE MAPCONTACT US


  Advanced Search  

 
7. Isopyknischer Austausch in einem gegliederten See 181 7. Isopyknischer Austausch in einem gegliederten See
 

Summary: 7. Isopyknischer Austausch in einem gegliederten See 181
7. Isopyknischer Austausch in einem gegliederten See
Bislang haben wir Seen nur eindimensional (vertikal) behandelt. Manche Seen weisen
jedoch eine Gliederung auf, welche die Ausbildung horizontaler Gradienten begünstigt.
Im Zugersee mag die Einengung beim Chiemen eine gewisse Rolle spielen (vgl. Kap.
6). Wesentlich stärker unterteilt ist der unweit vom Zugersee gelegene Vierwaldstätter-
see. Hier wird die äusserliche Gliederung in Teilbecken von hohen Unterwasserschwel-
len begleitet, die den direkten Austausch zwischen den einzelnen Tiefenwasserkörpern
unterbinden. Es können sich Dichteunterschiede zwischen den Becken aufbauen, die zu
abtauchenden Strömungen über die Schwellen führen.
Derartige dichtegetriebene Strömungen spielen in der Ozeanographie eine grosse Rolle.
Beispiele sind die Ausflüsse von überdurchschnittlich salzigem Wasser aus dem Mittel-
meer oder dem Roten Meer in den offenen Ozean. Von grosser Bedeutung für die ge-
samte Ozeanzirkulation und das globale Klima ist das Abtauchen von kaltem Wasser
aus der Norwegischen See über eine Schwelle in der Dänemark-Strasse (zwischen Is-
land und Grönland) in die Tiefe des Nordatlantiks. Diese Tiefenwasserbildung wurde u.
a. anhand des Tritiums verfolgt (Östlund und Fine, 1979).
7.1. Der Vierwaldstättersee
7.1.1. Geographische und limnologische Beschreibung
Der Vierwaldstättersee liegt am Nordrand der zentralschweizerischen Alpen in einem

  

Source: Aeschbach-Hertig, Werner - Institut für Umweltphysik, Universität Heidelberg

 

Collections: Geosciences; Environmental Sciences and Ecology