| | |
Summary: Lichtgesteuerte Proteinfragmente können Onkogene ein- und ausschalten Publikation
in ,,Angewandte Chemie", International Edition
Freiburg, 30.04.2010
"Licht schaltet die Aktivität des AP-1 Transkriptionsfaktors (blau-grün) in lebenden Zellen mit Hilfe des
Inhibitors (rot-gelb), der mit einem speziellen lichtsensitiven chemischen Adapter modifiziert wurde"
Das Ablesen von Genen und die damit verknüpfte Herstellung zellulärer Eiweißmoleküle sind wesentlich
für das korrekte Funktionieren jeder Zelle. Dieser als Genexpression bezeichnete Prozess wird durch
spezielle Eiweißmoleküle, so genannte Transkriptionsfaktoren gesteuert. Ihre Veränderung führt in den
meisten Fällen zu einer krankhaften Veränderung wie etwa Krebs. Die Freiburger Forschergruppe von
Prof. Dr. Katja Arndt, Institut für Biologie III der Universität Freiburg, hat nun kleine Eiweißfragmente
konstruiert, die fehlregulierte Genexpression hemmen können. In Zusammenarbeit mit dem Team von
Andrew Woolley, Professor an der University of Toronto, entwickelten die Wissenschaftler einen
Mechanismus, mit dem sich diese Inhibitoren ,,per Lichtschalter" fernsteuern lassen.
Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der führenden Fachzeitschrift "Angewandte Chemie"
veröffentlicht und wegen ihrer Bedeutung auf einem sich schnell entwickelnden Gebiet von großem
Interesse von den Herausgebern als "Hot Paper" eingestuft. Der DAAD und BIOSS, das Centre for
Biological Signalling Studies, Exzellenzcluster an der Universität Freiburg, sowie die FRIAS School of Life
Sciences LifeNet förderten das Projekt.
Die publizierte Arbeit verknüpft zwei Expertisen: die von Katja Arndt konstruierten Inhibitoren, die
Onkogene (Krebs-Gene) regulieren, und chemische Adaptermoleküle, die in Abhängigkeit von der
|