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8. Mantelheliumfluss in einem vulkanischen Kratersee 231 8. Mantelheliumfluss in einem vulkanischen Kratersee
 

Summary: 8. Mantelheliumfluss in einem vulkanischen Kratersee 231
8. Mantelheliumfluss in einem vulkanischen Kratersee
In Kap. 2.3 wurden einige Beispiele von Untersuchungen des Mantelheliumflusses in
Seen angeführt. Im Rahmen dieser Arbeit stiessen wir mehrmals ­ zuerst eher zufällig,
später gezielt ­ auf Seen, die Mantelhelium enthalten. Einige Resultate aus der Türkei
(Nemrutsee und Vansee) und aus Neuseeland (Lake Taupo) wurden in Kap. 4.3.2 darge-
stellt. Die Daten aus der Türkei werden von Kipfer et al. (1994) ausführlich behandelt.
Hier konzentrieren wir uns auf Untersuchungen am Laacher See in Deutschland. Diese
waren gezielt auf die Bestimmung der Flüsse von Mantelfluiden ausgerichtet.
8.1. Der Laacher See
8.1.1. Geographische und limnologische Beschreibung
Der Laacher See liegt etwa 25 km NW von Koblenz in der Eifel (Rheinland-Pfalz,
BRD). Sein Erscheinungsbild (Fig. 8.1, Tab. 8.1) ist geprägt durch die vulkanische Ent-
stehungsgeschichte (Kap. 8.1.2). Der annähernd runde See mit einem Durchmesser von
ca. 2 km ist von Kraterwällen umgeben. Vom dadurch eng begrenzten Einzugsgebiet
nimmt er selber 27 % ein. Entsprechend gering ist der Zufluss. Da der See für seine
Grösse recht tief ist (aspect ratio 0.028), resultiert eine grosse hydrologische Aufent-
haltszeit von 66 Jahren. Im natürlichen Zustand war der See abflusslos. Ein Abt des
Klosters Maria Laach liess schon 1164 einen Abflussstollen anlegen, der nach einem
Einsturz 1844 neu erstellt wurde. Diese Massnahmen führten zur Absenkung des See-

  

Source: Aeschbach-Hertig, Werner - Institut für Umweltphysik, Universität Heidelberg

 

Collections: Geosciences; Environmental Sciences and Ecology